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<title>Pfarrkirche Ebnit</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Ebnit</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><div style="height:0; line-height:0; max-height:0; width:100%;"></div>
<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Ebnit</b> steht im Ortszentrum des Bergdorfes <a href="Ebnit" title="Ebnit">Ebnit</a> in der Gemeinde <a href="Dornbirn" title="Dornbirn">Dornbirn</a> im <a href="Bezirk_Dornbirn" title="Bezirk Dornbirn">Bezirk Dornbirn</a> in <a href="Vorarlberg" title="Vorarlberg">Vorarlberg</a>. Sie ist der heiligen <a href="Maria_Magdalena" title="Maria Magdalena">Maria Magdalena</a> geweiht und gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Dornbirn" title="Liste der Pfarren im Dekanat Dornbirn">Dekanat Dornbirn</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Feldkirch" title="Diözese Feldkirch">Diözese Feldkirch</a>. Das Bauwerk steht unter <a href="Denkmalschutz" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lagebeschreibung">Lagebeschreibung</h2></div>
<p>Die Kirche steht im Ortszentrum von Ebnit und wird im Norden vom Friedhof umgeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Urkundlich wird der Ort erstmals als „Ebenot“ bezeichnet. Von zirka 1351 bis nach 1377 befand sich in Ebnit ein Kloster der <a href="Augustinerorden" title="Augustinerorden">Augustinereremiten</a> vom heiligen Paul Einsiedel. Das Kloster wurde von den <a href="Herren_von_Ems" class="mw-redirect" title="Herren von Ems">Herren von Ems</a> gestiftet. 1423 wird erstmals eine <a href="Lokalkaplanei" title="Lokalkaplanei">Kaplanei</a> erwähnt. 1508 brannte die damalige Kirche ab. 1515 erfolgte ein Neubau. 1594 wurde die Kaplanei zur Pfarre erhoben. 1776 wurde die Kirche restauriert und 1782 neu eingeweiht. Die Kirche brannte jedoch im Jahr 1927 abermals ab. Aus diesem Grund errichtete <a href="Alfons_Fritz_(Architekt)" title="Alfons Fritz (Architekt)">Alfons Fritz</a> in den Jahren 1928 und 1929 einen Neubau. Dieser wurde 1930 geweiht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kirchenbau">Kirchenbau</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kirchenäußeres"><span id="Kirchen.C3.A4u.C3.9Feres"></span>Kirchenäußeres</h3></div>
<p>Der Kirchenbau ist <a href="Norden" title="Norden">genordet</a>. Das Langhaus liegt unter einem hohen <a href="Satteldach" title="Satteldach">Satteldach</a>. Daran schließt ein polygonaler Chor an. Der östlich gelegene Kirchturm ist ebenfalls durch ein Satteldach gedeckt. Im Nordwesten ist der Pfarrhof (Beständerhaus) an das Kirchengebäude angebaut. Dabei handelt es sich um einen zweigeschoßigen Bau mit Satteldach. Er wurde ebenfalls 1927, gemeinsam mit der Kirche, nach Plänen von Alfons Fritz erbaut. Dem Langhaus ist ein zweigeschoßiges Querhaus vorgelagert mit einem eingeschobenen Eingangsvorraum mit <a href="Pultdach" title="Pultdach">Pultdach</a>. Der Haupteingang liegt an der Südseite der Kirche in einem niedrigen Querbau. Südlich am Chor schließt die <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristei</a> an, die von einem Pultdach gedeckt ist. Im Langhaus sind Rechteckfenster, im Chor schmale Rundbogenfenster.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kircheninneres">Kircheninneres</h3></div>
<p>Im Langhaus kann man auf die Dachkonstruktion aus trapezförmig zusammengefügten Holzbalken blicken. Ostseitig sind acht Rundbogenarkaden mit fünf Rundbogenfenstern. Auf der Westseite sind Rundbogenfenster in Rechteckblendarkaden. Der hohe rundbogige <a href="Triumphbogen_(Kirchenbau)" title="Triumphbogen (Kirchenbau)">Triumphbogen</a> ist eingezogen. Der Chorraum ist ein erhöhter achteckiger <a href="Zentralbau" title="Zentralbau">Zentralbau</a> mit schmalen Rundbogenfensterschlitzen. Über dem Chorraum ist eine flache Holzkassettendecke. Die Empore ist aus Holz gebaut. Im südlich vorgelagerten Querhaus sind eine Marienkapelle und der Aufgang zur Orgelempore und dem Pfarrhaus.
</p><p>Die Glasmalereien wurden 1930 von der <a href="Tiroler_Glasmalerei_und_Mosaik_Anstalt" title="Tiroler Glasmalerei und Mosaik Anstalt">Tiroler Glasmalereianstalt</a> geschaffen. Im Chor sind links der heilige <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus</a> und rechts der heilige <a href="Karl_Borrom%C3%A4us" title="Karl Borromäus">Karl Borromäus</a> dargestellt. Im Langhaus sind auf der rechten Seite der heilige <a href="Wendelin" title="Wendelin">Wendelin</a>, der heilige <a href="Hubertus_von_L%C3%BCttich" title="Hubertus von Lüttich">Hubertus</a>, „<a href="Jesus_von_Nazaret" title="Jesus von Nazaret">Jesus als Guter Hirte</a>“, der heilige <a href="Theodor_von_Sitten" title="Theodor von Sitten">Theodul</a> und der heilige <a href="Antonius_der_Gro%C3%9Fe" title="Antonius der Große">Antonius Eremita</a> dargestellt. Auf der rechten Seite sind die Heiligen Augustinus, <a href="Monika_von_Tagaste" title="Monika von Tagaste">Monika</a> und <a href="Katharina_von_Alexandrien" title="Katharina von Alexandrien">Katharina</a> zu sehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<p>Der Hochaltar stammt ursprünglich aus der <a href="Maria_Opferung_(Riezlern)" class="mw-redirect" title="Maria Opferung (Riezlern)">Pfarrkirche Riezlern</a> im <a href="Kleinwalsertal" title="Kleinwalsertal">Kleinen Walsertal</a>. Der Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffene Aufbau weist sechs gedrehte Säulen mit gerade geschwungenem <a href="Geb%C3%A4lk" title="Gebälk">Gebälk</a> auf, sowie einen Aufsatz mit sechs Säulen. Die Tabernakelzone liegt sehr hoch. Anstelle eines Altarbildes ist ein <a href="Kruzifix" title="Kruzifix">Kruzifix</a> vom Anfang des 18. Jahrhunderts mit Maria Magdalena. Die seitlichen Figuren stellen auf der linken Seite den heiligen <a href="Martin_von_Tours" title="Martin von Tours">Martin</a> und auf der rechten Seite den heiligen <a href="Wolfgang_von_Regensburg" title="Wolfgang von Regensburg">Wolfgang</a> dar. Beide stammen wie auch die zwei Gebälksengel von <a href="Anton_Sturm_(Bildhauer)" title="Anton Sturm (Bildhauer)">Anton Sturm</a>, der in Füssen im Allgäu seine Werkstatt hatte. Im Aufsatz befindet sich eine Figurengruppe mit der Darstellung der „<a href="Kr%C3%B6nung_Mariens" title="Krönung Mariens">Mariä Krönung</a>“. Der Tabernakel weist ein Standkreuz mit darunter kniender Maria Magdalena auf. Das Standkreuz wird von einem <a href="Pelikane#Heraldik" title="Pelikane">Pelikan</a> bekrönt. Der Tabernakel wird durch vier <a href="Putto" title="Putto">Putten</a> verziert. Seitlich des Tabernakels sind zwei Silberbüsten, die um 1760 entstanden sind. Links ist die heilige Maria Magdalena, rechts der heilige <a href="Simon_Petrus" title="Simon Petrus">Petrus</a> dargestellt.
</p><p>Der linke Seitenaltar ist ein Aufbau mit zwei gedrehten Säulen mit Segmentgiebelstücken über geschlossenem Gebälk. Die Figur ist eine Kopie der <a href="Basilika_Rankweil#Wallfahrtskirche_Loretokapelle_und_Gnadenbild" title="Basilika Rankweil">Rankweiler Gnadenmadonna</a> von Georg und Albert Bachmann. Am Altar sind außerdem zwei Gebälkengel zu finden.
</p><p>Der rechte Seitenaltar ist im Aufbau ident dem linken. Am Altar steht eine Figur des heiligen <a href="Josef_von_Nazaret" title="Josef von Nazaret">Josef</a>. Diese wird von Gebäkputten mit Attributen des heiligen Josef flankiert.
</p><p>Aus der <a href="Basilika_Rankweil" title="Basilika Rankweil">Basilika Rankweil</a> stammen die Passionsszenen im Chor von Matthias Jely aus <a href="Bludenz" title="Bludenz">Bludenz</a>. Er malte sie 1847. Die Dornenkrönung, der Kreuzfall und die heilige Anna mit Kind stammten aus der Zeit um 1700. An der Empore hängt ein Bild der heiligen <a href="C%C3%A4cilia_von_Rom" title="Cäcilia von Rom">Cäcilia</a> von Walter Bastania, frei nach <a href="Carlo_Dolci" title="Carlo Dolci">Carlo Dolci</a> aus dem Jahr 1947. Die Kreuzwegstationen schuf Julius Wehinger 1938. Der Taufstein stammt aus der Hand von Gustav Bachmann. An der westlichen Langhauswand sind Figuren der Heiligen <a href="Afra_von_Augsburg" title="Afra von Augsburg">Afra</a> und Augustinus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. An der Empore sind Statuetten der vier Evangelisten vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das Vortragekreuz stammt aus der Zeit um 1770. In der Marienkapelle ist eine Pietà aus dem 17. Jahrhundert.
</p><p>An der Außenseite ist am Chorscheitel ein Priestergrab für Peterlängle mit Kruzifix. Im Westen des Friedhofes ist ein Kriegerdenkmal.
</p><p>Im Turm hängen drei Stahlglocken, die als einzige Ausstattung den Brand 1927 überstanden. Sie trugen lediglich leichte Schäden und Verformungen davon, die sich aber nur leicht auf den Klang auswirken.
Die drei Glocken wurden 1922 von den Böhlerwerken in Kapfenberg in der Steiermark gegossen und erklingen in den Schlagtönen fis′, a′, h′.
2020 wurde eine moderne, gebrauchte Schaltuhr eingebaut, die seither den Uhrschlag sowie das liturgische Läuten steuert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Orgel">Orgel</h2></div>
<p>Die <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> von <a href="Anton_Behmann" title="Anton Behmann">Anton Behmann</a> wurde 1929 gebaut. Sie besitzt sieben Register auf einem Manual und Pedal, die auf einer historischen mechanischen Schleiflade stehen. Diese 1929 bereits gebrauchte mechan. Schleiflade wurde pneumatisch angesteuert.
In den 1980er Jahren wurde der Spieltisch entfernt und die Pfeifenorgel stillgelegt. Stattdessen wurde anstelle des Spieltischs eine <a href="Elektronische_Orgel" title="Elektronische Orgel">elektronische Orgel</a> eingebaut, die inzwischen defekt ist. Somit ist derzeit kein Instrument spielbar.
Es laufen Überlegungen, die historische Pfeifenorgel zu restaurieren, wozu aber viele Spenden nötig sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: <i>Vorarlberg. Dornbirn. Pfarrkirche hl. Maria Magdalena.</i> Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 2011, ISBN 978-3-85028-397-7, S. 138f</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Hl._Maria_Magdalena,_Ebnit?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Hl. Maria Magdalena, Ebnit</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160528210648/http://www.bda.at/documents/491970332.pdf"><i>Vorarlberg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 28. Mai 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF) <a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a>, Stand: 26. Juni 2015 (PDF).</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.349872</span><span class="longitude">9.742533</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.349872,9.742533"><span title="Breitengrad">47° 20′ 59,5″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">9° 44′ 33,1″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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